Forum > Talk > "Butterfly-Effect" Was wäre wenn?

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smssam


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#1 | 04.04.2014, 20:59 | Last Edit: 05.04.2014,14:26

Ich meine jetzt hier in diesem Thread nicht unbedingt den Film Butterfly Effect, aber es hat dennoch inhaltlich damit zu tun:

Als Schmetterlingseffekt (englisch butterfly effect) bezeichnet man den Effekt, dass in komplexen, nichtlinearen dynamischen Systemen eine große Empfindlichkeit auf kleine Abweichungen in den Anfangsbedingungen besteht. Geringfügig veränderte Anfangsbedingungen können im langfristigen Verlauf zu einer völlig anderen Entwicklung führen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schmetterlingseffekt

Im Bezug aufs Leben: Hattet ihr, bzw. habt ihr Momente in eurem Leben gehabt, wo ihr euch die Frage gestellt habt, was wäre passiert wenn ich damals "dies und jenes" anders gemacht hätte, wie würde euer Leben heute womöglich aussehen?

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littledevil


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#2 | 05.04.2014, 02:36

oh ja diese momente habe ich sehr oft. das leben ist ja eine ständige verkettung und eine reaktion auf eine aktion und wieder eine reaktion auf die reaktion... hätte ich meinen mann nicht kennen gelernt hätte ich meine kinder nicht, würde nicht hier wohnen, hätte mich auch nicht getrennt, hätte nicht meinen jetzigen partner ich hätte vielleicht einen anderen beruf, wäre vielleicht reich, oder bettelarm, ein kleiner moment ändert irgendwie alles. es ist müßig, sich zu fragen was wäre wenn, weil man ja nicht wissen kann, was stattdessen passiert wäre, aber eins ist sicher, alles wäre anders gekommen...

mogh


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#3 | 05.04.2014, 19:34

Alleine die Entscheidung nach der Grundschule:
Auf welche weiterführende Schule geht mein Kind?
Diese Frage entscheidet nicht nur über die Schule sondern auch alle anderen Sachen: Noten, Bildungsweg, Lehrer, Freunde, Freundeskreis, Partys, Schulweg... etc...


smssam


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#4 | 05.04.2014, 20:19 | Last Edit: 05.04.2014,20:25

Ja das stimmt, aber das ist ja eine Entscheidung die man ja als Kind nicht wirklich selber treffen kann.

Diese Entscheidung hatte aber bei mir einen großen Einflussfaktor, so bekam ich damals eine Empfehlung für die Hauptschule die ich auch nach der 9. Klasse erfolgreich absolvierte.

Da ich aber damals in meinem Schulpraktikum merkte das ich im Handwerk eine absolute Niete bin, orientierte ich mich dann in die kaufmännische Richtung.

In einem kaufmännischen Beruf einen Ausbildungsplatz zu bekommen ist trotz eines guten Hauptschulabschluss (Marketingkaufmann schwirrte mir damals im Kopf rum) ziemlich schwierig. So entschied ich mich dann die mittlere Reife über die Berufsschule nachzuholen (in der Fachrichtung Betriebswirtschaft).

Als ich dann merkte, das dies problemlos geklappt hat dachte ich mir nur noch "mal sehen wie weit du kommst" und so bin ich dann doch über den 2. Bildungsweg mitten ins Studentenleben "gestolpert".

Aber auch jetzt studiere ich was, was so gesehen gar nicht geplant war. Mein Ziel war es ein BWL Studium anzufangen. Da aber nach meinem 6-monatigen Praktikum und Studienbeginn ein großer zeitlicher Puffer war, besuchte ich dann einen Webprogrammierer Kurs (und ohne diesen Kurs hätte ich meine jetzige Freundin nie kennen gelernt, was im übrigen auch eine Verkettung von zisch Zufällen an diesem Tag war) und so wurde mein Interesse und die Leidenschaft in die IT-Welt weiter gestärkt. Dennoch lehnte ich ein "reines" Informatik Studium (da ich aufgrund der Schulbildung ein hohes Interesse im Wirtschaftsbereich hatte) ab. Das führte dann "zwangsläufig" zum Wirtschaftsinformatik Studium.

Es tauchten trotz meines jungen Alters in meinem Leben immer wieder miteinander verschachtelte Situationen auf die mein Leben im privaten als auch im beruflichen auf Dauer beeinflussen werden.

Deswegen stellte ich mir auch in letzter Zeit oft die Frage was wohl passiert wäre, wenn ich irgendwas anders gemacht hätte...


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gelöschter User


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#5 | 23.04.2014, 18:52

Diese Frage stelle ich mir auch sehr oft. Man kann halt ganz schnell sein ganzes Leben ändern. Auf eine Art gibt diese Vorstellung mir ein gutes Gefühl, aber dennoch macht sie mir ein bisschen Angst.

smocky19


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#6 | 13.05.2014, 02:17

Das Thema “Zeitreisen” hat mich auch schon mehrere male gedanklich beschäftigt. Ich finde diese Gedankenspiele immer wieder faszinierend.

Selbst wenn Zeitreisen möglich wären, würde ich Hitler nicht töten wollen. hätte ein schlimmerer Nachfolger an die Macht kommen können. Oder einer der strategisch besser denken kann als Hitler, und den Krieg am Ende gewinnt und somit die Welt unterjocht. Zu viele Möglichkeiten die mir nicht gefallen.
Persönlich halte ich Zeitreisen für unmöglich. Jetzt nicht, und in zig Jahren auch nicht, egal wie weit die Technik fortgeschritten sein wird. Die Natur wird dem schon einen Riegel vorgschoben haben… so eine art Selbstschutz.
In einem Buck über eine Zeitreise, ich glaube das war das Buch “Das Jesus Video”, kam mal zur Sprache warum Zeitreisen nicht möglich sein werden.
Das wurde ungefähr so begründet:
Der Mensch würde die Erfindung der Zeitreisen auf alle Fälle zu Geld machen wollen. Man würde Zeitreisen für Geld anbieten, ähnlich wie es die heutigen Reiseunternehmen es mit Reisen in aller Welt machen. Natürlich würde die Menschen zu allen möglichen wichtigen Geschehnissen der Weltgeschichte reisen, um mal dabei gewesen zu sein.
Am Ende wären diese Ereignisse voller Zeittouristen. Geschichtliche Bilder solcher Ereignisse wären total verfälscht, weil man Massen von Leuten (Zeittouristen) sieht die nur mal dabei sein wollten.
Sprich, viele Zeitreisende konzentrieren sich auf einen Moment, und tauchen da auf, weil der sich ja nicht wiederholt. Letzten Endes wären dann z.B. bei dem Hindenburg Desaster oder meiner Geburt tausende von zuschauenden Menschen dabei gewesen, die man auf den Bildern von heute sehen würde.

Rainbowdash


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#7 | 13.05.2014, 02:48

Das mit den Zeitreisen ist schon interessant irgendwie

Mal angenommen, irgendwann währe sowas echt möglich, und ich drück aufn Knopf und dann bin ich irgendwie 20 Jahre in die Vergangenheit zurück ...

Könnte da jetzt zwar was verändern, aber ich glaub ich wär dann eher in soner Art Paralel Universum. Denn das was bisher geschehen ist, ist ja schon geschehen, ist ja nicht so das wenn ich jez in die Vergangenheit reisen würde, die aktuelle Zeit irgendwie still steht, die geht ja weiter, nur in dem Fall halt ohne mich ... Demnach könnte ich zwar was verändern, aber mich nie wieder in dieses "jetzige Moment" zurück katapultieren ;D


Ich bin nicht gestört, ich bin eine Limited Edition ;D

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smssam


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#8 | 13.05.2014, 13:23 | Last Edit: 13.05.2014,13:25

Doch doch, wenn die zurück reisen kannst, kannst du auch vom Datum her wieder zu dem Zeitpunkt reisen wo du zurück gereist bist (verwirrender Satz). Aber du hast dennoch Recht, wenn du was geändert hast, wäre dein Umfeld etc. evtl anders.

Das Problem wäre, wenn mehrere Leute in die Zeit zurück reisen könnten dann würde sich das Umfeld allgemein immer stetig wandeln...

Nehmen wir mal ein Beispiel. Dein Vater/Mutter würde in die Zeit zurück reisen, einen Umstand versehentlich ändern so das du niemals entstanden wärst. Da du aber aber auch in die Vergangenheit gereist bist, gibt es dich ja quasi als eine Kopie des zukünftigen "Ichs" obwohl du eigtl. nie geboren wurden wärst und so gesehen nicht existieren dürftest.

Ufff, das Thema kann man ganz schön verschachteln und verstricken ;D

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Feldwebel


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#9 | 03.06.2014, 00:05

Also ich kenne den Butterfly Effect unter Chaos Theorie, ist ja im Grunde genommen das Selbe..

Auch ich frage mich sogar heute noch: was wäre wenn ich vor 10 Jahren den anderen Weg gewählt hätte, als den, den ich jetzt verfolge?

- Hätte ich jemals die Fortschritte erzielt, die ich jetzt habe?
- Wäre ich jetzt besser oder gar schlechter gestellt als heute?

uvm.

Ich komme (ehemals) aus einer Stadt, die im wahrsten Sinne des Wortes im Sterben liegt - Händler kommen und gehen, "Polizeistreifen" wonach man sich die Uhr stellen kann (!!), nur um einige zu nennen. Wäre es mir wert gewesen, da weiter zu leben? Das Einzigste wäre meine Schwester...

Nun lebe ich in einer so genannten "Boomtown", nunja, das Einzigste was da boomt, ist der Tourismus, steigende Mietpreise und allgemein Wohnungsmangel, aber gerade die Infrastruktur (wow ich gehe eine Straße weiter, kann ich jederzeit mit jedem x-beliebigen Bus alle wichtigen Knotenpunkte erreichen), ist es, was mich hier hält - und vor allem die vielen Möglichkeiten, die sich einem bieten - Wasserratten kommen genauso auf ihre kosten wie Kulturfans, Kinogänger, Kneipen- bzw. Gastronomiefreaks - kurz: Für jeden ist was dabei, aber auch hier sehe ich die Gefahr einer Chaos Theorie:

Was bringt die Zukunft?
Ist es weiterhin lebenswert, hier zu wohnen?
Eine Frage, worauf man nur schwer eine Antwort bekommt, aber zu Diskussionen einlädt und ich meine, gerade das macht doch den Reiz der Chaos Theorie aus:

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